Samstag, 19. März 2016

Bauwerksabdichtung

Ich habe jetzt mal etwas Geld investiert und mich von Firma Remmers beraten lassen (100 Euro für eine Vor-Ort-Beratung). Es ist nun mal leider so das viele Häuser von unten Wasser ziehen. An sich könnte ja man denken das ist nicht schlimm. ABER...ja, aber, mit dem Wasser kommen Salze. Das Problem ist nun das feste Salze ein wesentlich größeres Volumen haben als gelößte Salze. Sprich im Schnitt das 5-fache. Was passiert wenn sich irgendetwas in einem zu kleinen Raum ausdehn kann man sehen wenn man mal eine Bierflasche im Tiefkühlfach vergisst. Es macht Peng. Und genau das gleich passiert mit Mauerwerk, nur das es eben nicht Peng macht sondern das Mauerwerk zerbröselt. Es gilt also zu verhindern das Feuchtigkeit aufsteigt - und wo das schon passiert ist den Schaden zu verhindern oder zu mildern.

Die Gute Nachricht ist das viele alte Fundamente mit Feldsteinen gebaut sind. Feldsteine ziehen kein Wasser (lediglich der Mörtel dazwischen).

Lange Rede kurzer Sinn, man muss das Fundament mal prüfen lassen. Wichtig ist immer das keine Feuchtigkeit ins Holz gelangt.



Die blauen Pfeile sind hier aufsteigende Feuchtigkeit.Wichtig ist immer das keine Feuchtigkeit ins Holz gelangt (ja, der Satz hat es verdient 2x geschrieben zu werden). Wenn es nicht gerade Rubinienholz ist fängt das an mit "gammeln" (im Detail kommt es auf die Widerstandsklasse des Holzes an, aber feuchtes Holz ist immer schelcht).

Es gilt nun verschiedene Möglichkeiten der Abdichtung. Hier mal im kurzen:

a) Dichtschlämmen: Kann man sich wie einen Putz vorstellen der wasserdicht ist. Sprich nimmt kein Wasser auf und leitet es nicht weiter.
b) Bitumen: Gibt es als Bahnen oder auch zum Streichen. Kennt man auch unter dem Namen Dachpappe.
c) Verkieselung: Dabei bohrt man Löcher ins Mauerwerk, füllt eine Flüssigkeit ein welche das Mauerwerk "wasserdicht" macht. Anschließend verschließt man die Löcher wieder. Hier sei auch mal die Firma Remmers genannt. Ist der Hersteller von Kiesol, machen auch eine Beratung vor Ort. Kostet 100 Euro, aber dann hat wenigstens mal ein Fachmann drauf geschaut.
d) Sanierputz: Ist ein Putz welchem das Salz nichts ausmacht. Das Mauerwerk ist zwar immer noch feucht, der Putz bleibt aber drauf. Kann in Kellern Sinn machen.

Sonntag, 28. Februar 2016

Ein Fachwerkhaus finden

Zuallerst mal - es gibt schon das ein oder andere Haus. Nicht immer in der gewünschten Mikrolage, nicht immer mit allen Aussstattungsmerkmalen und schon garnicht zum gewünschten Preis. Hier heißt es: Abwägen.

Viele Häuser haben auch den ein oder anderen konstruktionsbedingten Haken. Hier nur mal ein paar Beispiele. Es kann sein das es Stockwerke mit eine Höhe von unter 1,8m gibt. Diese sind, zumindest für uns nicht wirklich nutzbar. Klar, 1600 war das egal. Es hat zum lagern von Ware gereicht und zum Schlafen auch noch. Bei einer Durchschnittlichen Körpergröße von 1,68 bei Männern war das eben auch genug.
Toiletten in der Wohnung sind auch eher eine Erfindung der Neuzeit. Aber es sind garnichtmal die "Guten, alten Zeiten" die hier das Problem bilden. Problematischer sind die 1945 - 1970er. Da hat die elektische Anlage dann schon mal nur 2 Adern (statt wie heute 3), die Wasserleitungen sind aus Blei, es sind Fachwerkwände einfach Wasserdicht verkleidet worden (und dadurch das Holz verrottet), etc.

Aber jetzt - wie kommt man überhaupt an ein Fachwerkhaus?
Oftmans ist es bekannt das ein bestimmtes Haus verkauft wird. Dazu reicht es wenn man durch die Innenstadt läuft und sich ein bisschen umschaut. Wenn ein Geschäft leer steht und die Fenster darüber auch keinen besonders bewohnten Eindruck machen kann der Besitzter schon mal an verkauf interessiert sein. Natürlich stehen auf den bekannten Portalen auch einige Immobilien drin (als Empfehlung die Metasuchmaschinen Immobilio und Nestoria). Welche Häuser das sind findet mal schnell raus - die Innenstadt hat eine begrenzte Größe. Was wenn man weiß welches Haus das ist (Straße/Hausnummer) und mit dem Besitzter Kontakt aufnehmen möchte? Die Stadt hilft einem da leider nicht weiter (in anderen Städten wird wenn ein Interessent nachfragt der Besitzter angeschrieben ob er der Herausgabe seiner Kontaktdaten zustimmt). Aber meistens wissen entweder die Nachbarn oder auch Bewohner bescheid - und meistens geben die einem auch die Kontaktdaten wenn man freundlich fragt.

Natürlich - es gibt in Celle einige Makler. Allerdings muss ich zugeben das ich nicht willens bin mehrere Tausend Euro dafür zu zahlen das ich grob gesagt auf einer Internatplattform eine Anzeige lese und dann mit jemand anderes ein Geschäft mache. Ein paar hundert Euro würde ich dafür angemessen empfinden. Da das bei 200.000 Euro aber mal stolze 10.000 Euro sein können ist mein Einsehen da, sagen wir mal, minder ausgeprägt. Aber das bleibt jedem selber überlassen. Bei einigen Objekten schreiben die Makler das Objekt auch nicht aus sondern vermitteln das sozusagen "unterm Ladentisch".

Wir auf jeden Fall haben unser Haus ohne Makler gefunden, das lag aber auch an dem Kalkül des Besitzters das je günstiger das Haus ist desto eher bekommt er es verkauft. Das Kalkül ist aufgegangen.

Ein Fachwerkhaus in Celle

Ein Haus in Celle

Wir sind nun auch schon seit 6 Jahren in der Gegend - und haben befunden das es Zeit ist sesshaft zu werden. Aus diesem Grund haben wir nach Häusern ausschau gehalten.

Wie sind wir den auf Celle gekommen? Dazu gibt es mehrere Überlegungen. Die wichtigste ist wohl das Celle eine recht gute Kombination von Umfeld (Infrastruktur, Freizeitangebote, etc) und Preis bietet. Dazu ist Celle nur knapp 25-30 Minuten mit dem Zug/S-Bahn von Hannover entfernt und gehört im Sinne der öffentlichen Verkehrsmittel noch zum Verbund der Landeshauptstadt (die S-Bahnen fahren bis Celle Hbf).

Klar gibt es im Umland extrem günstiges Bauland - im Vergleich zum Süden wo wir lange gelebt haben sind das Schnäppchenpreise. Allerdings ist eine Immobilie in gewisser Weise auch eine Wertanlage. Und dieser Aspekt ist in der Südheide ziemlich problematisch. Ein hiesiger Bekannter sagte mir mal: "Dreh in der Heide den Schlüssel vom Haus rum und du hast den gleichen Effekt wie wenn du mit einem Neuwagen vom Hof fährst". Das ist natürlich eine neue Erkenntnis wenn man es gewohnt ist das die Preise von Immobilien immer weiter steigen.
Ich hoffe allerdings das ein Haus in einer Innenstadtlage sich da ein bisschen Wertstabiler verhält. Klar, in Zeiten des Immobilienbooms schaut es verhältnismäßig gut aus, das kann sich aber auch wieder ändern.

Jetzt noch die Frage: Warum ein Fachwerkhaus?
Die Antwort ist ganz einfach - ich finde es eben schön. Bei Diskussionen mit Freunden und Kollegen kann das historische Fachwerkhaus nicht mit einem nagelneuen Passivhaus mithalten was Energie angeht. Es kann auch nicht mit dem geringen Aufwand mit halten den eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus hat aufwarten. Was die Sanierungs- oder Instandhaltungskosten angeht...nein, auch da ist es unterlegen. Aber wem das wichtiger ist als den Reiz welchen die tranditionelle Bauweise hat der wird sich eben eine andere Immobilie zulegen - so einfach ist das.

Wir allerdings - wir wollen eben ein Fachwerkhaus. Und ja, ich bin mir bewußt das ich zu irgend einem Zeitpunkt da stehen werde und seufzen werden: Ich habe es ja so gewollt!





Wir hoffen wuch mit dem Blog etwas zu unterhalten und wer weiß...vielleicht beschließt der ein oder andere unser Abenteuer nachzumachen!

Also dann mal: Viel Spaß beim Lesen

Käptain & Mone