Wir hatten uns eigentlich drauf verlassen das der Sockel noch in Ordnung ist. Dem war leider nicht so, das haben wir in dem Moment gemerkt in dem die Fachwerkwände im EG von Steinen befreit waren.
Zuerst hatten wir gedacht es wäre damit getan das aufzumörteln. Dann hat allerdings unser Abrissunternehmer alles rausgenommen was einem Stemmhammer weniger als 3 Sekunden standhält. Das war sozusagen dann nichts mehr. Gut, das hat auch den Vorteil das mehr Beton uns Stahl in den neuen Sockel reinpasst. Das macht das Ganze stabil - wenn es den so weit ist. Ist jetzt auch nicht schlimm da die Sockelsanierung bis 50cm Höhe mit dem Bauunternehmer besprochen war.
Vorerst haben die Zimmerleute der Zimmerei Thomas Klein ganze Arbeit geleistet. Sie haben den Sockel auch etwas höher gelegt. War zwar nicht abgesprochen, bin ich dann aber auch nicht böse drum da in der Zwischen Wasser läuft und das nun noch ein paar Zentimeter weiter vom Boden entfernt ist.
Damit das Wasser es dann auch möglichst schwer hat kommt dann WU Beton drunter. WU steht in dem Fall für Wasserundurchlässig (nicht zu verwechseln mit Wasserdicht). Zusätzlich kommt dann noch eine Mauerabsperrbahn unter den Balken (habe ich mit Gaffa druntergetapped) damit das ganze auch wirklich gut geschützt ist.
Samstag, 5. November 2016
Sonntag, 9. Oktober 2016
Nützliche Werkzeuge Abriss
Nützliche Werkzeuge
Ich habe vor kurzem bei einem Freund geholfen Fliesen zu legen. Material um die Anschlusslöcher in die Fliesen zu bringen: Uraltbohrmaschine und Billigbohrkrone. Horror! Ich hätte die Löcher ebensogut reinlecken können. Aber nach und nach bekomme ich raus welches Werkzeug bei einem Umbau sinnvoll ist, u.a. auch weil die Handwerker das verwenden. Ich werde dies, je nach Bauabschnitt auch immer weiter ergänzen.
Abriss:
Kuhfuss bzw. Abrisswerkzeug:
Bei der Entkernung muss man nicht zimplerlich sein. Und um irgendwelche alten Dämmungen rauszuschlagen, Hölzer abzubrechen, etc. leistet eine Brechstange wertvolle Dienste. Ich habe da 2 sinnvolle varianten ausgemacht: Eine kleines, Dünnes Nageleisen und ein massiven Kuhfuss. Ich habe dabei den Wonder Bar im Einsatz und den FuBar III. Gut, ob es der FuBar sein muss ist Philosophie. Der Kostet eben das 5-8 fache von einem normalen Kuhfuss und ob das nun so viel besser geht. Nun ja. Ich finde das eben praktisch und es funktioniert. Oftmals schlage ich den Wonderbar hinter irgendwelche eng anliegenden Hölzer, stemme einen Spalt rein und erledige des Rest dann mit dem FuBar.
Druckluftmeissel:
Zugegeben - nicht ganz so kraftvoll wie der große Boschstemmhammer, aber wiegt eben nur einen Bruchteil. Mein Vorbesitzter hatte mit Hammer und Meissel in mehreren hundert Stunden den Putz im EG runter geholt. Mit dem Druckluftmeissel geht das wesentlich schneller. Wesentlich heißt den Quadratmeter in unter einer Minute wenn es läuft. Ich hatte mir voller Optimismus auch einen Maurerhammer zugelegt. Und einen Fäustel mit Meissel. Zum Vergleich: Um das erste Toilettenfundament wegzumeisseln saß ich 60 Minuten dran (lärmempfindlichen Ehefrau), der zweite Fundament war in 4 Minuten weg. Der Meissel kostet auch nur um die 15 Euro (wobei - ich habe schon den 2., die beiden anderen sind kaputt gegangen). Teurer ist ein gescheiter Kompressor. Ich hatte es erst mit einem 50L 2PS Kompressor probiert. Ein ganz großes "Na ja". Dann ging der kaputt und ich habe mir einen richigen Kompressor mit 4Kw zugelegt. Der liefert die nötige Druckluft spielend.
Bohrhammer:
Eine "Hilti". Der Traum eines jeden Handwerkers. Gut, es muss nun keine Hilti sein - kleiner Tip: Bosch Blau und Hilti sind baugleich. Aber es macht echt einen Unterschied. Jemand war in meinem Haus der Meinung Epoxidbeton an verschiedenen Stellen einbauen zu müßen. Viel wiederstandsfähiger geht es nicht. Der Versuch das Zeug mit einem Handmeißel weg zu bekommen mutet an wie das Vorhaben die Cheopspyramide in Originalgröße nachzubauen. Auch der Druckluftmeissel war da überfordert und auch ein Dewalt Betonschleifer war eher hilflos. Glücklicher weise gab mir ein Mitarbeiter des Abrissunternehmers einen SDS Max Meisselaufsatz. Mit dem und meinem Bosch Bohrhammer war innerhalb von 20 Minuten Schluss mit dem Epoxidbeton. Auch beim Löcher bohren ist das Teil mit Gold nicht aufzuwiegen. Ja, ok, es ist sehr schwer (länger als 5 Minuten bekomme ich das nicht gehalten), aber ob ich mit einem leichteren Geräte nun länger brauche oder mit diesem eben relativ kurz macht auch keinen Unterschied. Eine negative Sache noch: Für SDS Max gibt es be weitem nicht so viel Zubehör wie für SDS Puls.
Staubsauger:
Tja, ich habe nicht das richtige Model. und das ist nervig. Wirklich nervig. Ständig ist der Filter zugesetzt. Aber was macht nun ein "guter" Werkstattsauger besser? Die Antwort in einem Wort: Klopfautomatik. Ein guter Staubsauger klopft in regelmäßigen Abständen den Filter sauber. Ich muss dazu mein Parkside (Lidl) ausschalten, öffnen und verteile dabei noch den ganzen Staub wieder im Raum.
Ich habe vor kurzem bei einem Freund geholfen Fliesen zu legen. Material um die Anschlusslöcher in die Fliesen zu bringen: Uraltbohrmaschine und Billigbohrkrone. Horror! Ich hätte die Löcher ebensogut reinlecken können. Aber nach und nach bekomme ich raus welches Werkzeug bei einem Umbau sinnvoll ist, u.a. auch weil die Handwerker das verwenden. Ich werde dies, je nach Bauabschnitt auch immer weiter ergänzen.
Abriss:
Kuhfuss bzw. Abrisswerkzeug:
Bei der Entkernung muss man nicht zimplerlich sein. Und um irgendwelche alten Dämmungen rauszuschlagen, Hölzer abzubrechen, etc. leistet eine Brechstange wertvolle Dienste. Ich habe da 2 sinnvolle varianten ausgemacht: Eine kleines, Dünnes Nageleisen und ein massiven Kuhfuss. Ich habe dabei den Wonder Bar im Einsatz und den FuBar III. Gut, ob es der FuBar sein muss ist Philosophie. Der Kostet eben das 5-8 fache von einem normalen Kuhfuss und ob das nun so viel besser geht. Nun ja. Ich finde das eben praktisch und es funktioniert. Oftmals schlage ich den Wonderbar hinter irgendwelche eng anliegenden Hölzer, stemme einen Spalt rein und erledige des Rest dann mit dem FuBar.
Druckluftmeissel:
Zugegeben - nicht ganz so kraftvoll wie der große Boschstemmhammer, aber wiegt eben nur einen Bruchteil. Mein Vorbesitzter hatte mit Hammer und Meissel in mehreren hundert Stunden den Putz im EG runter geholt. Mit dem Druckluftmeissel geht das wesentlich schneller. Wesentlich heißt den Quadratmeter in unter einer Minute wenn es läuft. Ich hatte mir voller Optimismus auch einen Maurerhammer zugelegt. Und einen Fäustel mit Meissel. Zum Vergleich: Um das erste Toilettenfundament wegzumeisseln saß ich 60 Minuten dran (lärmempfindlichen Ehefrau), der zweite Fundament war in 4 Minuten weg. Der Meissel kostet auch nur um die 15 Euro (wobei - ich habe schon den 2., die beiden anderen sind kaputt gegangen). Teurer ist ein gescheiter Kompressor. Ich hatte es erst mit einem 50L 2PS Kompressor probiert. Ein ganz großes "Na ja". Dann ging der kaputt und ich habe mir einen richigen Kompressor mit 4Kw zugelegt. Der liefert die nötige Druckluft spielend.
Bohrhammer:
Eine "Hilti". Der Traum eines jeden Handwerkers. Gut, es muss nun keine Hilti sein - kleiner Tip: Bosch Blau und Hilti sind baugleich. Aber es macht echt einen Unterschied. Jemand war in meinem Haus der Meinung Epoxidbeton an verschiedenen Stellen einbauen zu müßen. Viel wiederstandsfähiger geht es nicht. Der Versuch das Zeug mit einem Handmeißel weg zu bekommen mutet an wie das Vorhaben die Cheopspyramide in Originalgröße nachzubauen. Auch der Druckluftmeissel war da überfordert und auch ein Dewalt Betonschleifer war eher hilflos. Glücklicher weise gab mir ein Mitarbeiter des Abrissunternehmers einen SDS Max Meisselaufsatz. Mit dem und meinem Bosch Bohrhammer war innerhalb von 20 Minuten Schluss mit dem Epoxidbeton. Auch beim Löcher bohren ist das Teil mit Gold nicht aufzuwiegen. Ja, ok, es ist sehr schwer (länger als 5 Minuten bekomme ich das nicht gehalten), aber ob ich mit einem leichteren Geräte nun länger brauche oder mit diesem eben relativ kurz macht auch keinen Unterschied. Eine negative Sache noch: Für SDS Max gibt es be weitem nicht so viel Zubehör wie für SDS Puls.
Staubsauger:
Tja, ich habe nicht das richtige Model. und das ist nervig. Wirklich nervig. Ständig ist der Filter zugesetzt. Aber was macht nun ein "guter" Werkstattsauger besser? Die Antwort in einem Wort: Klopfautomatik. Ein guter Staubsauger klopft in regelmäßigen Abständen den Filter sauber. Ich muss dazu mein Parkside (Lidl) ausschalten, öffnen und verteile dabei noch den ganzen Staub wieder im Raum.
Samstag, 1. Oktober 2016
Wärmedämmung
Wärmedämmung
Unsere Vorfahren hatten nicht unbedingt die ENEV 2014 im Sinn als Sie damals Ihre Häuser gebaut haben. Viel mehr stellte sich die Frage welches Material überhaupt zur Verfügung steht. Aus diesem Grund findet man in Süddeutschland ein Massivsandsteinhaus eher als ein Backsteinhaus. Während im Süden Häuser meistens verputzt sind wird im Norden ganz gerne verklinkert. Hauptsache die Wand bot Schutz vor Wind und Wetter. Das mit der Wärmedämmung ist erst in den 1990er Jahren in den Mittelpunkt gerückt - unter dem hintergrund des Umweltschutzes (fun fakt: Viele "Styroporplatten" sind inzwischen Sondermüll wg. den Mittelchen die zum Flammschutz gedacht sind). Nun ist ja der Gedanke ein Haus zu isolieren um Kosten zu sparen (ok, besser nicht genau nachrechnen) und die Umwelt zu schonen nicht verkehrt. Ausserdem: Bei vielen Gebäuden ist das verpflichtend wenn man Sie umbaut (nicht bei Baudenkmälern).Die durchschnittliche Fachwerkwand besteht aus 20-30% Holz und Backsteinen. Die Wärmedämmung ist, sagen wir mal: Nicht existent. Hier hilft auch eine Möglichst dicke Mauer nicht. Etwas besser sind Lehmwände - jetzt aber auch nicht übermäßig. Deswegen muss man sich (und wir uns) für einen Dämmstoff entscheiden. Das Problem ist jetzt das ein Fachwerkhaus nicht jede Dämmung verträgt. Von durchschnittlichen Preisen bei der Dämmung wie 30-40 Euro kann man sich gleich mal verabschieden.
Kleiner Fakt: Die meiste Feuchtigkeit kommt von innen - und wenn das die Wand nicht verträgt gammelt früher oder später das Holz.
Zuallererst mal: Was darf man nicht!
- Diffusionsdichte Dämmungen. Von irgend einer Richtung kommt feuchtigkeit - das kann man fast nicht verhindern bei einem alten Fachwerkhaus. Wenn die Feuchtigkeit nirgendwo hin kann bleibt Sie eben da wo Sie ist. Im Zweifelsfall im Fachwerk. Und Feuchtes Holz finden Pilze, Bakterien und auch Insekten toll - was wiederum für das Fachwerk doof ist. Sieht man an unserem Haus. Die tolle Dämmtechnik der 60er Jahre hat zu reichlich maroden Balken geführt.
- Holzunverträgliche Dämmungen: Es gibt Chemikalien die einfach mit Holz nicht gut können - Zement ist beispielsweise soetwas. Kalk aber auch (nun ja, nicht alle).
Was ist also für Fachwerk geeignet?
- Lehmdämmsteine:
Hier wird einfach vor die Fachwerkwand eine zweite Wand aus Leichtlehmdämmsteinen gemauert. Grob gesagt sind das Ziegel aus einem Lehm - Stroh gemisch. Jetzt kann man sich überlegen das es nicht gerade kostengünstig ist eine zweite Mauer zu bauen. Allerdings: Die Dämmwerte sind im vergleich relativ schlecht - bei meinem Musteraufbau (12cm Backstein bei 23% Balkenanteil) bringt eine Leichtlehmsteinwand davor einen Dämmwert von 1,49 W/m²K. Das ist jetzt nicht so gut. Um auf den KfW Wert für Denkmäler (0,65 W/m²K) zu kommen müßte die Leichtlehmwand schon 530mm dick sein. Also grob gesagt: Das wäre Blödsinn. Ich rechne das nicht aus, aber die Kosten um das wieder bei "Heizmaterial" zu sparen würdet Ihr wohl nicht mehr erleben (bei derzeitigen Preisen).
- Leichtlehmdämmung: Lehm und Holzhackschnitzel
Ich war vor kurzem in einem Haus bei dem die Dämmung aus geschütteten Holzhackschnitzeln besteht. Es gab da eine Schalung aus Schilf (keine Baumarktware verwenden! Es sollte "Schilfmatten in 70 stengeliger Bindung" sein). Das Material war nur geschüttet, ich kann zum Wärmedämmwert dieser Variante nichts sagen, aber die Dämmung war sicherlich 130mm dick. Trotzdem würde das für KfW nicht reichen (da weder Holz noch Lehm gut genug isolieren, auch nicht mit Lufteinschlüssen)
- Holzfaserplatten:
Das ist an sich eine relativ vernünftige Methode. Auf die Fachwerkmauer kommt ein Ausgleichsputz damit die Wand eben ist, und darauf wird mit einem "Kleber" (gerne auch "kapilare Kopplungsschicht" genannt) eine Holzfaserdämmplatte. An sich finde ich das gut. Die Dämmwerte sind ordentlich, die Preise für das Material vernünftig und das kann fast jede Zimmerei aufbringen. Bei dem "Standardaufbau" mit einer 60mm Holzfaserplatte habt Ihr dann auch schon einen Dämmwert von 0,63 W/m²K. Dicker sollte man dann aber auch nicht werden da es "angeblich" mit dickeren Platten irgendwann Feuchtigkeitsprobleme gibt (Hörensagen, gibt wohl eine Studie da ich die aber nicht selber gesehen habe weise ich darauf hin das ich dies nicht als gesicherte Erkenntnis unters Volk bringen kann).
- Perliteplatten
Manche tragen Obsidian als Schmuck um den Hals, manche machen daraus Dämmung. Perlitedämmung ist eine ziemlich feuchteunempfindliche Dämmung aus Vulkanglas, die Dämmwerte sind auch verhältnismäßig gut (60mm reichen für 0,60 W/m²K in meinem "Standardaufbau"). Das Produkt war lange unter dem Markennamen TecTem bekannt und wird in Fachwerkhäusern verhältnismäßig häufig eingesetzt da es auch kapilare Eigenschaften hat.
- Cellco
Cellco ist eine Mischung aus Lehm, Kork & Kieselgur und schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts im Einsatz. Es gibt also reichlich Erfahrungen mit dem Material (und es funktioniert). Das ganze funktioniert so das vor die Fachwerkwand eine Schalung gebaut wird, dazwischen Cellco geschüttet wird und festgestampft wird. Das ist ziemlich viel manuelle Arbeit und Cellco kostet auch im vergleich mehr. Allerdings fällt alles wer was man bei Plattenmaterialien in das herstellen einer ebenen Oberfläche stecken muss, das relativiert das ganze wieder. Um die KfW Anforderungen (bei Fachwerkwänden) zu schaffen muss die Cellco Schicht 80mm dick sein, das ist machbar. Es sei noch erwähnt dass das Material patentiert ist, es also 0 Wettbewerb gibt - also wenn man das will wird der Hersteller auf jeden Fall Haacke Cellco sein (und aus Celle kommen). Wir wollen das :-)
Vielleicht noch als Indiz: In meinen Fachwerkbüchern werden alle möglichen Dämmungen beschrieben, Cellco wird aber selbst in der Fachliteratur als so "wertvoll" angesehen das es mit aufgeführt wird (als einziges Markenprodukt). Von unserer Architektin, mehreren Zimmerleuten, einem Wettbewerber und einem Sachverständigen wurde das Material sinpel "als das Beste" bezeichnet. Hoffen wir mal dass das stimmt.
Gewerkeliste
Gewerkeliste:
Welche Gewerke müssen eigentlich bei so einer Kernsanierung überhaupt mitmachen? Ich werde diese Liste immer mal wieder ergänzen
- Abbruchunternehmer: Für Entkernung, Containerstellung und Entsorgung
- Zimmermann: Für die Fachwerksanierung und Fassadendämmung
- Dachdecker: Für Dachkontrolle- & Reparatur
- Elektriker: Ersatz der Elektrik und Baustrom
- Putzer: Ersatz von Putzen und herstellen von neuem Putz
- Heizungs- uns Sanitärinstallateur: Für alles was mit Wasser & Wärme zu tun hat
- Tischler: Für Fenster & Türen
- Fliesenleger: Böden & Fliesen
- Maler: Tapeten & Wandarbeiten
- Trockenbauer: Trockenbauwände & Verschalungen herstellen sowie Decke abhängen
- Architekt & Statiker: Sanierungsentwurf & Statik
- Maurer: Mauern erneuern, Betonbau (z.B. am Fachwerksockel)
Welche Gewerke müssen eigentlich bei so einer Kernsanierung überhaupt mitmachen? Ich werde diese Liste immer mal wieder ergänzen
- Abbruchunternehmer: Für Entkernung, Containerstellung und Entsorgung
- Zimmermann: Für die Fachwerksanierung und Fassadendämmung
- Dachdecker: Für Dachkontrolle- & Reparatur
- Elektriker: Ersatz der Elektrik und Baustrom
- Putzer: Ersatz von Putzen und herstellen von neuem Putz
- Heizungs- uns Sanitärinstallateur: Für alles was mit Wasser & Wärme zu tun hat
- Tischler: Für Fenster & Türen
- Fliesenleger: Böden & Fliesen
- Maler: Tapeten & Wandarbeiten
- Trockenbauer: Trockenbauwände & Verschalungen herstellen sowie Decke abhängen
- Architekt & Statiker: Sanierungsentwurf & Statik
- Maurer: Mauern erneuern, Betonbau (z.B. am Fachwerksockel)
Entkernen
Entkernen
Am Anfang hatten wir uns auch gedacht: Das Entkernen können wir doch locker selber machen! Ich bin allerdings heilfroh drum das ich eine Empfehlung für eine Containerfirma bekommen habe welche auch Entkernungen macht bekommen habe und eher aus Interesse heraus ein Angebot für die Entkernung habe machen lassen (bzw. ein Leistungsverzeichniss gemacht habe was alles getan werden soll). Dabei hat sich herausgestellt das es garnicht so teuer ist wenn man es richtig durchrechnet und betrachtet was ein Container kostet und was alles getan werden muss.
Grundsätzlich gibt es verschiedene "Baumüll" Sorten.
a) Müll: Dazu gehört so ziemlich alles was sich nicht anderweitig weiterverwenden läßt, also Lehm, Heraklith, etc.
b) Bauschutt: Das sind Mauersteine, Mörtel, Putze, Keramikwaschbecken, Fliesen etc
c) Holz: Möbel, Türen, Holzschalungen
d) Sondermüll: Asbest, manche Dämmungen, etc
e) Metallschrott
f) Kabel mit Kupfer
Die List ist sicher nicht vollständig, auf jeden Fall ist es billiger das getrennt entsorgen zu lassen als gleich alles gemischt in einer teuren Kategorie. Bauschutt wird zu Deckmaterial für den Straßenbau verarbeitet, aus Kabeln wird das Kupfer raus geholt und Metallschrott geht wieder in den Hochofen und Holz wird in der Müllverbrennungsanlage zu Brennstoff. Das ist logischer Weise billiger als alles "endlagern" zu lassen.
Auf jeden Fall ist Abriss wirklich schwere Arbeit und wer zufälliger Weise (wie ich) den großteil des Tages am Schreibtisch verbringt wird ziemlich schnell von seinem Körper eine negative Rückmeldung bekommen wenn er meint ein paar tonnen Material selber ausbauen und raustragen zu können.
Noch eine Randbemerkung: Man kann in Celle verschiedene Genehmigungen beantragen um einen Container irgendwo hin zu stellen.
a) Sondergenehmigung Container: Hier darf man einen Container von Montag bis Freitag 19:00 Uhr abstellen.
b) Sondergenehmigung Bauzaun: Hier darf man den Container innerhalb des Bauzauns stehen lassen, ausserdem kann auch Material zwischengelagert werden.
Wir haben uns für die Variante Bauzaun entschieden, dafürzahlt man etwas mehr aber es ist einfach unstressiger, auch wenn man mal Material abstellen will.
Firmen die Entkernungen im Umkreis Celle machen:
Detlef Adolph Containerdienst
Roselieb GmbH
NeWa GmbH
AB Hannover
Die Preise sind extrem unterschiedlich, wobei sich bei uns 3 Unternehmen in einem Bereich bewegt haben und es einen Ausreißer nach oben gab.
Am Anfang hatten wir uns auch gedacht: Das Entkernen können wir doch locker selber machen! Ich bin allerdings heilfroh drum das ich eine Empfehlung für eine Containerfirma bekommen habe welche auch Entkernungen macht bekommen habe und eher aus Interesse heraus ein Angebot für die Entkernung habe machen lassen (bzw. ein Leistungsverzeichniss gemacht habe was alles getan werden soll). Dabei hat sich herausgestellt das es garnicht so teuer ist wenn man es richtig durchrechnet und betrachtet was ein Container kostet und was alles getan werden muss.
Grundsätzlich gibt es verschiedene "Baumüll" Sorten.
a) Müll: Dazu gehört so ziemlich alles was sich nicht anderweitig weiterverwenden läßt, also Lehm, Heraklith, etc.
b) Bauschutt: Das sind Mauersteine, Mörtel, Putze, Keramikwaschbecken, Fliesen etc
c) Holz: Möbel, Türen, Holzschalungen
d) Sondermüll: Asbest, manche Dämmungen, etc
e) Metallschrott
f) Kabel mit Kupfer
Die List ist sicher nicht vollständig, auf jeden Fall ist es billiger das getrennt entsorgen zu lassen als gleich alles gemischt in einer teuren Kategorie. Bauschutt wird zu Deckmaterial für den Straßenbau verarbeitet, aus Kabeln wird das Kupfer raus geholt und Metallschrott geht wieder in den Hochofen und Holz wird in der Müllverbrennungsanlage zu Brennstoff. Das ist logischer Weise billiger als alles "endlagern" zu lassen.
Auf jeden Fall ist Abriss wirklich schwere Arbeit und wer zufälliger Weise (wie ich) den großteil des Tages am Schreibtisch verbringt wird ziemlich schnell von seinem Körper eine negative Rückmeldung bekommen wenn er meint ein paar tonnen Material selber ausbauen und raustragen zu können.
Noch eine Randbemerkung: Man kann in Celle verschiedene Genehmigungen beantragen um einen Container irgendwo hin zu stellen.
a) Sondergenehmigung Container: Hier darf man einen Container von Montag bis Freitag 19:00 Uhr abstellen.
b) Sondergenehmigung Bauzaun: Hier darf man den Container innerhalb des Bauzauns stehen lassen, ausserdem kann auch Material zwischengelagert werden.
Wir haben uns für die Variante Bauzaun entschieden, dafürzahlt man etwas mehr aber es ist einfach unstressiger, auch wenn man mal Material abstellen will.
Firmen die Entkernungen im Umkreis Celle machen:
Detlef Adolph Containerdienst
Roselieb GmbH
NeWa GmbH
AB Hannover
Die Preise sind extrem unterschiedlich, wobei sich bei uns 3 Unternehmen in einem Bereich bewegt haben und es einen Ausreißer nach oben gab.
Sonntag, 11. September 2016
Die Fachwerksanierung
Das Angebot
Zimmereien, insbesondere in Celle, bieten ganz gerne an die Sanierung "im Stundennachweis" zu machen. Meine Meinung: Nicht machen!
Ich habe beruflich auch mit Bau zu tun und manchmal ist Not am Mann, sprich es muss etwas schnell gehen und wird dann "im Stundennachweis" gemacht. Also, Erfahrung aus 15 Jahren Einkauf und Meinung von Kollegen die beruflich darauf spezialisiert sind: Es wird immer mehr. Na ja, vielleicht nicht immer, aber oft genug um ziemlich nah an immer ran zu kommen.
Der Knackpunkt ist doch: Ihr seid keine Fachwerkexperten. Das ist der Zimmereibetrieb. Jetzt wollt Ihr wahrscheinlich wissen was das kostet. Solange man alles sieht (von innen und aussen) sollte ein guter, ehrlicher Zimmereibetrieb in der Lage sein die Kosten zu beurteilen. Da es immer Überraschungen geben kann (und der Zimmermann ja auch nicht drauflegen will...insbesondere wenn genug andere Arbeit da ist) ist das fairste nach Massen abzurechnen. Sprich nach Metern ausgetauschtem Fachwerk, nach Anzahl hergestellter Verbindungen und nach Menge verwendetem Holz. Das gleiche gilt übrigens auch für den Maurer.
Jetzt sagt jemand (Zimmerei): Geht doch nicht! Also, der wo sowas sagt hat ja garkeine Ahnung. Wir machen das nie!
Argument dagegen: Bei den "Standardausschreibungstexten" gibt es Passagen die genau das abdecken. Es gibt Zimmereien die genau das anbieten (und ich hab auch Zimmereien in Celle gefunden die das machen). Das Thema "Ruf" ist jetzt so eine Sache, deswegen hier mal als explizit Subjektiv gekennzeichnet: Die Zimmereibetriebe die nach Aufmaß anbiten haben nach dem was andere erzählen einen besseren Ruf als die welche auf Stunden bestehen - zumindest was die Kosten angeht.
Ich hatte jetzt auch eine Szene erlebt bei dem eine Zimmerei bei mir zur Besichtigung war und der Herr zufälliger Weise eine Kundin am Apparat hatte - sagen wir mal so, mit der Freundlichkeit war es extrem schnell vorbei! Merke: nur weil jemand beim Angebot freundlich ist muss er es nicht bleiben wenn es nachher ums Geld geht. Und Stunden sind im Verhältnis zur erledigten Arbeit eine extrem ungenaue und untransparente Maßeinheit im Verhältnis zu erledigter Arbeit (solange man nicht die ganze Zeit auf der Baustelle ist).
Die Frage ist jetzt: Wie komme ich an einen Ausschreibungstext der ganau meinen Fall abdeckt? Entweder ihr bezahlt jemanden dafür (Architekt) oder ein netter Zimmermann macht euch das gegen Bezahlung. (Das Endergebnis heißt dann "Leistungsverzeichniss").
Grundsätzlich gibt es folgende Themen nach denen abgerechnet werden kann:
- Meter bearbeitetes Holz plus Material (Ausbau und Einbau)
- Anzahl erstellter Verbindungen plus Material
- M² bearbeitete Fläche (Ausbau von Mauer, Ausmauern, etc)
Bei folgender Falle aufpassen: Es ist üblich und in der VOB festgelegt das Maueröffnungen unter 2,5 m² "übermessen" werden. Sprich habt ihr eine Wand mit 5 Türen mit 8,5 m² Fläche (und sonst nur 7m² Rest) dann wird das so abgerechnet als ob alles gemauert, verputzt, etc worden wäre.
Ich habe nun damit zu tun und auch die passende Software (AVA Orca, davon gibt es eine kostenlose Testversion - tolle Sache wenn man baut). Eine komplett kostenlose Variante ist AVA-Plan, man muss die Leistungsverzeichnisse halt mit einem pdf-Drucker ausgeben um das digital zu haben. Die komfortabelste Variante wären Angebote per gaeb Datei - damit arbeiten die kleineren Handwerksbetriebe aber meistens nicht.
Zimmereien, insbesondere in Celle, bieten ganz gerne an die Sanierung "im Stundennachweis" zu machen. Meine Meinung: Nicht machen!
Ich habe beruflich auch mit Bau zu tun und manchmal ist Not am Mann, sprich es muss etwas schnell gehen und wird dann "im Stundennachweis" gemacht. Also, Erfahrung aus 15 Jahren Einkauf und Meinung von Kollegen die beruflich darauf spezialisiert sind: Es wird immer mehr. Na ja, vielleicht nicht immer, aber oft genug um ziemlich nah an immer ran zu kommen.
Der Knackpunkt ist doch: Ihr seid keine Fachwerkexperten. Das ist der Zimmereibetrieb. Jetzt wollt Ihr wahrscheinlich wissen was das kostet. Solange man alles sieht (von innen und aussen) sollte ein guter, ehrlicher Zimmereibetrieb in der Lage sein die Kosten zu beurteilen. Da es immer Überraschungen geben kann (und der Zimmermann ja auch nicht drauflegen will...insbesondere wenn genug andere Arbeit da ist) ist das fairste nach Massen abzurechnen. Sprich nach Metern ausgetauschtem Fachwerk, nach Anzahl hergestellter Verbindungen und nach Menge verwendetem Holz. Das gleiche gilt übrigens auch für den Maurer.
Jetzt sagt jemand (Zimmerei): Geht doch nicht! Also, der wo sowas sagt hat ja garkeine Ahnung. Wir machen das nie!
Argument dagegen: Bei den "Standardausschreibungstexten" gibt es Passagen die genau das abdecken. Es gibt Zimmereien die genau das anbieten (und ich hab auch Zimmereien in Celle gefunden die das machen). Das Thema "Ruf" ist jetzt so eine Sache, deswegen hier mal als explizit Subjektiv gekennzeichnet: Die Zimmereibetriebe die nach Aufmaß anbiten haben nach dem was andere erzählen einen besseren Ruf als die welche auf Stunden bestehen - zumindest was die Kosten angeht.
Ich hatte jetzt auch eine Szene erlebt bei dem eine Zimmerei bei mir zur Besichtigung war und der Herr zufälliger Weise eine Kundin am Apparat hatte - sagen wir mal so, mit der Freundlichkeit war es extrem schnell vorbei! Merke: nur weil jemand beim Angebot freundlich ist muss er es nicht bleiben wenn es nachher ums Geld geht. Und Stunden sind im Verhältnis zur erledigten Arbeit eine extrem ungenaue und untransparente Maßeinheit im Verhältnis zu erledigter Arbeit (solange man nicht die ganze Zeit auf der Baustelle ist).
Die Frage ist jetzt: Wie komme ich an einen Ausschreibungstext der ganau meinen Fall abdeckt? Entweder ihr bezahlt jemanden dafür (Architekt) oder ein netter Zimmermann macht euch das gegen Bezahlung. (Das Endergebnis heißt dann "Leistungsverzeichniss").
Grundsätzlich gibt es folgende Themen nach denen abgerechnet werden kann:
- Meter bearbeitetes Holz plus Material (Ausbau und Einbau)
- Anzahl erstellter Verbindungen plus Material
- M² bearbeitete Fläche (Ausbau von Mauer, Ausmauern, etc)
Bei folgender Falle aufpassen: Es ist üblich und in der VOB festgelegt das Maueröffnungen unter 2,5 m² "übermessen" werden. Sprich habt ihr eine Wand mit 5 Türen mit 8,5 m² Fläche (und sonst nur 7m² Rest) dann wird das so abgerechnet als ob alles gemauert, verputzt, etc worden wäre.
Ich habe nun damit zu tun und auch die passende Software (AVA Orca, davon gibt es eine kostenlose Testversion - tolle Sache wenn man baut). Eine komplett kostenlose Variante ist AVA-Plan, man muss die Leistungsverzeichnisse halt mit einem pdf-Drucker ausgeben um das digital zu haben. Die komfortabelste Variante wären Angebote per gaeb Datei - damit arbeiten die kleineren Handwerksbetriebe aber meistens nicht.
Fenster & Türen
Das mit dem Denkmalschutz und den Fenstern ist so eine Geschichte. Grundsätzlich: Die Fenster müssen nach aussen aufgehen, die Einteilung der Sprossen muss stimmen und die Aussenverleistung soll der vorhandenen möglichst ähnlich sein. Ach ja, es müssen auch Holzfenster aus einheimischen Hölzern sein.
Nach aussen öffnende Fenster sind in Deutschland erstmal kein Standard. In Skandinavien dagegen schon.
Da weht ab und zu mal der Wind etwas kräftiger weswegen man Fenster gebaut bei denen die Fensterflügel von aussen an den Rahmen gedrückt werden - nach innen öffnende Fenster könnte der Wind aufdrücken.
Das besondere in Celle ist nun das die Fensterflügel vor der Rahmenebene liegen müßen. Zuerst dachte ich auch das es davon schon viele Ausnahmen geben wird da gefühlt die Mehrzahl der Fenster in der Innenstadt genau diesem Kriterium nicht entsprechen. Das liegt aber daran das die Gestalltungsrichtlinie welche die vorgesetzten Fenster vorschreibt erst 2011 in Kraft getreten ist.
Das Thema hier ist das solche Fenster niergends in Serie hergestellt werden, das sind immer Sonderanfertigungen (falls doch jemand einen Serienfertiger findet - ich poste das gerne hier). Die Firmen in ich gefunden habe die solche Fenster bauen ist Tischlerei Dittmer welche sehr viel in Lüneburg macht wo der Denkmalschutz sehr streng ist, Holztechnik Schaper die sozusagen das lokale Celler Unternehmen mit der Fähigkeit sind und Kramp Lemgo welche allgemein auf Denkmalschutz spezialisiert sind und die Fenster der Firma Pax verbauen. Es gibt sicherlich noch mehr, allerdings erhebe ich ja keinen Anspruch auf vollständigkeit und bei diesen Firmen weiß ich das Sie das geforderte können.
Für die rückwärtigen Fenster werden übrigens die Fenster der Firma Vrogum verwenden da diese eine exzellente Qualität haben (was man auch in der Fachwerkcommunity von Usern welche die Fenster haben nachlesen kann).
Was soll das Fenster können?
Wärmedämmung: Viel hilft viel ist nicht immer richtig - wenn das Fenster wesentlich besser dämmt als die Wand dann kommt es am Übergang zwischen Fenster und Wand zu Schwitzwasserbildung - und das wäre schlecht. Übliche Dämmwerte sind für Wände ist ein U-Wert von 2 bis 2,8 W/(m²·K) für eine alte Wand ohne Dämmung und 0,24 W/(m²·K) für eine moderne, vollgedämmte Wand. Alte Einscheibenfenster haben einen U-Wert von etwa 5,5 W/(m²·K) - das ist einfach nur schlecht. Die modernen Dreifachglasfenster haben zwischen 0,6 und 1,2 W/(m²·K). Der Unterschied zwischen Wärmedämmwert der Wand und Fenster sollte nun nicht allzu groß sein. In der Kombination die bei uns eingebaut wird beträgt der Unterschied 0,1 bis 0,3 W/(m²·K), das ist vernachlässigbar.
Schallschutz: In Celle ist es in der Innenstadt nicht gerade leise. Und wer da wie wir wohnen möchte sollte sich auch mal mit dem Thema Schallschutz beschäftigen. Es gibt nun verschiedene Schallschutzklassen bei Fenstern, wobei allein schon durch die Anforderung der Wärmedämmung der Schallschutz besser ist als bei alten Fenstern. Man kann da wirklich eine Wissenschaft draus machen (hohe Glasmassen filtern tiefe Frequenzbereiche während spezielle Folien hohe ausfiltern, das Schutzgas spielt auch noch eine Rolle, etc). Im allgemeinen glaube ich das bei den Rückwärtigen Fenstern eine Schallschutzklasse von 2 reicht und im Frontbereich eine Schallschutzklasse 3. Dabei spielt es eine Rolle das ab Schallschutzklasse 4 die Fenster einen signifikanten Preissprung machen. Ab da muss mit speziellen Kunststoffen im Glas gearbeitet werden und das kostet eben.
Welche Fensterausführungen gibt es?
Mal vorrausgesetzt das es sich um die beschriebenen Denkmalfenster handelt muss man folgende Entscheidungen treffen:
Fenstergröße: Abgesehen davon, das die Maueröffnung die Fenstergröße vorgibt ist eines besonders interessant. Ab einer Innenöffnungsgröße von 1,20m Höhe und 0,90m Breite kann das Fenster als Fluchtweg zählen. Dazu muss der Durchgang dann aber auch störungsfrei sein, sprich bei Doppelflügelfenstern darf in der Mitte kein Stulp (Mittelpfosten) sein.
Öffnungsrichtung: Ist in Celle ja automatisch nach aussen wenn Denkmalgeschützte Bereiche betroffen sind.
Wärmedämmung: Habe ich oben ja schon ein bisschen behandelt, grundsätzlich habe man die Auswahl zwischen Zweischeiben- und Dreischeibenglas. Dreischeibenfenster haben eine bessere Wärmedämmung, sind dafür aber auch teurer.
Sprossen: Haben die meisten Fenster, es soll grundsätzlich die Auteilung der Ursprünglichen Fenster beibehalten werden. Was noch ein Kniff ist: Der Celler Denkmalschutz hat teilweise noch historische Fotos und es kann sein das man die Sprosseneinteilung auch so wählen darf wie Sie ursprünglich war.
Fenstermaterial: Hier kommt schon mal nur Holz in Frage und da es sich um einheimische Hölzer handeln muss gibt es nur die Wahl zwischen Kiefer, Lärche und Eiche. Eichenfenster sind eher unüblich. Bei Kiefer und Lärche gibt es pro und contra Argumente: Lärche ist wiederstandsfähiger und wird bei Hausfassaden einfach im Rohzustand aufgenagelt. Das hält ohne Probleme Jahrzehnte. Allerdings "saugt" das Holz auch nicht gut und hat gerne mal Harzeinschlüsse welche im Lauf der Jahre die Fabe kaputt machen können. Bei Kiefer entsteht der Schutz eben durch die Farbe die sehr gut aufgenommen wird. Kieferfenster sind auch billiger als Lärchenfenster, dafür muss man streichen wenn sich die Farbe lößt, ansonsten geht das Fenster kaputt!
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