Das Angebot
Zimmereien, insbesondere in Celle, bieten ganz gerne an die Sanierung "im Stundennachweis" zu machen. Meine Meinung: Nicht machen!
Ich habe beruflich auch mit Bau zu tun und manchmal ist Not am Mann, sprich es muss etwas schnell gehen und wird dann "im Stundennachweis" gemacht. Also, Erfahrung aus 15 Jahren Einkauf und Meinung von Kollegen die beruflich darauf spezialisiert sind: Es wird immer mehr. Na ja, vielleicht nicht immer, aber oft genug um ziemlich nah an immer ran zu kommen.
Der Knackpunkt ist doch: Ihr seid keine Fachwerkexperten. Das ist der Zimmereibetrieb. Jetzt wollt Ihr wahrscheinlich wissen was das kostet. Solange man alles sieht (von innen und aussen) sollte ein guter, ehrlicher Zimmereibetrieb in der Lage sein die Kosten zu beurteilen. Da es immer Überraschungen geben kann (und der Zimmermann ja auch nicht drauflegen will...insbesondere wenn genug andere Arbeit da ist) ist das fairste nach Massen abzurechnen. Sprich nach Metern ausgetauschtem Fachwerk, nach Anzahl hergestellter Verbindungen und nach Menge verwendetem Holz. Das gleiche gilt übrigens auch für den Maurer.
Jetzt sagt jemand (Zimmerei): Geht doch nicht! Also, der wo sowas sagt hat ja garkeine Ahnung. Wir machen das nie!
Argument dagegen: Bei den "Standardausschreibungstexten" gibt es Passagen die genau das abdecken. Es gibt Zimmereien die genau das anbieten (und ich hab auch Zimmereien in Celle gefunden die das machen). Das Thema "Ruf" ist jetzt so eine Sache, deswegen hier mal als explizit Subjektiv gekennzeichnet: Die Zimmereibetriebe die nach Aufmaß anbiten haben nach dem was andere erzählen einen besseren Ruf als die welche auf Stunden bestehen - zumindest was die Kosten angeht.
Ich hatte jetzt auch eine Szene erlebt bei dem eine Zimmerei bei mir zur Besichtigung war und der Herr zufälliger Weise eine Kundin am Apparat hatte - sagen wir mal so, mit der Freundlichkeit war es extrem schnell vorbei! Merke: nur weil jemand beim Angebot freundlich ist muss er es nicht bleiben wenn es nachher ums Geld geht. Und Stunden sind im Verhältnis zur erledigten Arbeit eine extrem ungenaue und untransparente Maßeinheit im Verhältnis zu erledigter Arbeit (solange man nicht die ganze Zeit auf der Baustelle ist).
Die Frage ist jetzt: Wie komme ich an einen Ausschreibungstext der ganau meinen Fall abdeckt? Entweder ihr bezahlt jemanden dafür (Architekt) oder ein netter Zimmermann macht euch das gegen Bezahlung. (Das Endergebnis heißt dann "Leistungsverzeichniss").
Grundsätzlich gibt es folgende Themen nach denen abgerechnet werden kann:
- Meter bearbeitetes Holz plus Material (Ausbau und Einbau)
- Anzahl erstellter Verbindungen plus Material
- M² bearbeitete Fläche (Ausbau von Mauer, Ausmauern, etc)
Bei folgender Falle aufpassen: Es ist üblich und in der VOB festgelegt das Maueröffnungen unter 2,5 m² "übermessen" werden. Sprich habt ihr eine Wand mit 5 Türen mit 8,5 m² Fläche (und sonst nur 7m² Rest) dann wird das so abgerechnet als ob alles gemauert, verputzt, etc worden wäre.
Ich habe nun damit zu tun und auch die passende Software (AVA Orca, davon gibt es eine kostenlose Testversion - tolle Sache wenn man baut). Eine komplett kostenlose Variante ist AVA-Plan, man muss die Leistungsverzeichnisse halt mit einem pdf-Drucker ausgeben um das digital zu haben. Die komfortabelste Variante wären Angebote per gaeb Datei - damit arbeiten die kleineren Handwerksbetriebe aber meistens nicht.
Sonntag, 11. September 2016
Fenster & Türen
Das mit dem Denkmalschutz und den Fenstern ist so eine Geschichte. Grundsätzlich: Die Fenster müssen nach aussen aufgehen, die Einteilung der Sprossen muss stimmen und die Aussenverleistung soll der vorhandenen möglichst ähnlich sein. Ach ja, es müssen auch Holzfenster aus einheimischen Hölzern sein.
Nach aussen öffnende Fenster sind in Deutschland erstmal kein Standard. In Skandinavien dagegen schon.
Da weht ab und zu mal der Wind etwas kräftiger weswegen man Fenster gebaut bei denen die Fensterflügel von aussen an den Rahmen gedrückt werden - nach innen öffnende Fenster könnte der Wind aufdrücken.
Das besondere in Celle ist nun das die Fensterflügel vor der Rahmenebene liegen müßen. Zuerst dachte ich auch das es davon schon viele Ausnahmen geben wird da gefühlt die Mehrzahl der Fenster in der Innenstadt genau diesem Kriterium nicht entsprechen. Das liegt aber daran das die Gestalltungsrichtlinie welche die vorgesetzten Fenster vorschreibt erst 2011 in Kraft getreten ist.
Das Thema hier ist das solche Fenster niergends in Serie hergestellt werden, das sind immer Sonderanfertigungen (falls doch jemand einen Serienfertiger findet - ich poste das gerne hier). Die Firmen in ich gefunden habe die solche Fenster bauen ist Tischlerei Dittmer welche sehr viel in Lüneburg macht wo der Denkmalschutz sehr streng ist, Holztechnik Schaper die sozusagen das lokale Celler Unternehmen mit der Fähigkeit sind und Kramp Lemgo welche allgemein auf Denkmalschutz spezialisiert sind und die Fenster der Firma Pax verbauen. Es gibt sicherlich noch mehr, allerdings erhebe ich ja keinen Anspruch auf vollständigkeit und bei diesen Firmen weiß ich das Sie das geforderte können.
Für die rückwärtigen Fenster werden übrigens die Fenster der Firma Vrogum verwenden da diese eine exzellente Qualität haben (was man auch in der Fachwerkcommunity von Usern welche die Fenster haben nachlesen kann).
Was soll das Fenster können?
Wärmedämmung: Viel hilft viel ist nicht immer richtig - wenn das Fenster wesentlich besser dämmt als die Wand dann kommt es am Übergang zwischen Fenster und Wand zu Schwitzwasserbildung - und das wäre schlecht. Übliche Dämmwerte sind für Wände ist ein U-Wert von 2 bis 2,8 W/(m²·K) für eine alte Wand ohne Dämmung und 0,24 W/(m²·K) für eine moderne, vollgedämmte Wand. Alte Einscheibenfenster haben einen U-Wert von etwa 5,5 W/(m²·K) - das ist einfach nur schlecht. Die modernen Dreifachglasfenster haben zwischen 0,6 und 1,2 W/(m²·K). Der Unterschied zwischen Wärmedämmwert der Wand und Fenster sollte nun nicht allzu groß sein. In der Kombination die bei uns eingebaut wird beträgt der Unterschied 0,1 bis 0,3 W/(m²·K), das ist vernachlässigbar.
Schallschutz: In Celle ist es in der Innenstadt nicht gerade leise. Und wer da wie wir wohnen möchte sollte sich auch mal mit dem Thema Schallschutz beschäftigen. Es gibt nun verschiedene Schallschutzklassen bei Fenstern, wobei allein schon durch die Anforderung der Wärmedämmung der Schallschutz besser ist als bei alten Fenstern. Man kann da wirklich eine Wissenschaft draus machen (hohe Glasmassen filtern tiefe Frequenzbereiche während spezielle Folien hohe ausfiltern, das Schutzgas spielt auch noch eine Rolle, etc). Im allgemeinen glaube ich das bei den Rückwärtigen Fenstern eine Schallschutzklasse von 2 reicht und im Frontbereich eine Schallschutzklasse 3. Dabei spielt es eine Rolle das ab Schallschutzklasse 4 die Fenster einen signifikanten Preissprung machen. Ab da muss mit speziellen Kunststoffen im Glas gearbeitet werden und das kostet eben.
Welche Fensterausführungen gibt es?
Mal vorrausgesetzt das es sich um die beschriebenen Denkmalfenster handelt muss man folgende Entscheidungen treffen:
Fenstergröße: Abgesehen davon, das die Maueröffnung die Fenstergröße vorgibt ist eines besonders interessant. Ab einer Innenöffnungsgröße von 1,20m Höhe und 0,90m Breite kann das Fenster als Fluchtweg zählen. Dazu muss der Durchgang dann aber auch störungsfrei sein, sprich bei Doppelflügelfenstern darf in der Mitte kein Stulp (Mittelpfosten) sein.
Öffnungsrichtung: Ist in Celle ja automatisch nach aussen wenn Denkmalgeschützte Bereiche betroffen sind.
Wärmedämmung: Habe ich oben ja schon ein bisschen behandelt, grundsätzlich habe man die Auswahl zwischen Zweischeiben- und Dreischeibenglas. Dreischeibenfenster haben eine bessere Wärmedämmung, sind dafür aber auch teurer.
Sprossen: Haben die meisten Fenster, es soll grundsätzlich die Auteilung der Ursprünglichen Fenster beibehalten werden. Was noch ein Kniff ist: Der Celler Denkmalschutz hat teilweise noch historische Fotos und es kann sein das man die Sprosseneinteilung auch so wählen darf wie Sie ursprünglich war.
Fenstermaterial: Hier kommt schon mal nur Holz in Frage und da es sich um einheimische Hölzer handeln muss gibt es nur die Wahl zwischen Kiefer, Lärche und Eiche. Eichenfenster sind eher unüblich. Bei Kiefer und Lärche gibt es pro und contra Argumente: Lärche ist wiederstandsfähiger und wird bei Hausfassaden einfach im Rohzustand aufgenagelt. Das hält ohne Probleme Jahrzehnte. Allerdings "saugt" das Holz auch nicht gut und hat gerne mal Harzeinschlüsse welche im Lauf der Jahre die Fabe kaputt machen können. Bei Kiefer entsteht der Schutz eben durch die Farbe die sehr gut aufgenommen wird. Kieferfenster sind auch billiger als Lärchenfenster, dafür muss man streichen wenn sich die Farbe lößt, ansonsten geht das Fenster kaputt!
Sonntag, 22. Mai 2016
Nebenkosten
Nebenkosten
Womit muss man bei so einem Haus überhaupt an Nebenkosten rechnen? (Stand Mai 2016)
Grundsteuer
Die Stadt bekommt jeder Jahr etwas von eurem Geld - genannt Grundsteuer. Die berechnet sich grundsätzlich nach dem Einheitswert des Hauses, dem Hebesatz und der Grundsteuermesszahl.
Der "Hebesatz B" liegt in Celle mit 490 über dem Landesdurchschnitt (der wäre 354, mit den 490 liegt Celle auf Platz 6 in Niedersachsen...interessant ist das ein paar hundert Städte dahinter liegen), die Steuermesszahl 0,00026 (2,6 ‰ bzw. 3,5 ‰ für den Wert über 38.346,89 Euro) und dem Einheitswert (welcher vom Finanzamt festgelegt wird - entweder den Verkäufer oder das Finanzamt fragen).
Berechnung Beispiel:
Einheitswert 10.000 x Grundsteuermesszahl 2,6‰ = Grundsteuermessbetrag 26,00 Euro
Grundsteuermessbetrag 26,00 Euro x Hebesatz 490 = 127,40 Euro pro Jahr
Das wird jeweils zum Anfang des Jahres fällig.
Niederschlagseinleitungsgebühr
Abwasserkanäle und derren Erhaltung kosten Geld, und das holt sich die Stadt von den Anwohnern in Form der Niederschalgswassergebühr zurück. In Celle pro m² mit 0,76 Euro überbauer Fläche. Der Betrag kann verringert werden wenn man das Wasser auf dem eigenen Grundstück versickert, sprich der Ablauf von der Dachrinne nicht an das öffentliche Kanalnetz angeschlossen ist sondern das Wasser auf dem eigenen grundstück verbleibt - dazu braucht man dann entweder offene Freifläche oder einen Versickerer. Beantragt wird das ganze über ein sogenanntes Entwässerungsgesuch.
Reinigungsbeitrag
Der öffentliche Raum vor dem eigenen Haus muss ja auch sauber gemacht werden. Wo sich im Süden die Kehrwoche eingebürgert hat wird übernimmt dies in Celle der Reinigungsdienst. Das geschieht aber auch nicht umsonst. Das kostet derzeit pro m Straßenlänge (öffentlicher Raum) vor dem Haus 42,78 Euro pro Jahr.
Wohngebäudeversicherung
Eine Wohngebäudeversicherung ist Pflicht...zumindest verlangt die Bank den Bescheid und ebenfalls die Stadt beim einreichen des Förderungsantrags.
Strom
Der Grundversorger in Celle ist die SVO. Es gibt für jeden Zähler eine Grundgebühr von derzeit 66,00 Euro im Jahr. Dazu kommt dann noch pro kwH 0,2185 Euro.
Wasser
Die Rechnung für Wasser kommt ebenfalls von der SVO, das "ausführende Organ sind jedoch die Stadtwerke Celle. Die Grundgebühr beträgt 4,39 Euro pro Zähler und 1,59 Euro pro m³ Wasser.
Abwasser
Das Abwasser schlägt mit 2,83 Euro pro m³ zu buche. Praktischer Weise ist die abgelesene Menge vom Wasserzähler auch die Abwassermenge. Es sei den man hat zusätzlich einen Gartenwasserzähler. Da "Gartenwasser" zwar aus dem Hahn raus kommt aber nicht in die Kanalisation fließt entfällt hier die Abwassergebühr. Das kann sich relativ schnell lohnen.
Gas
Bei Gas wird nur der Verbrauch gerechnet. Das ist hier auf der letzten Rechnung 0,0608 Euro pro kwH.
Gez
Die Steuer...tschuldigung, ABGABE, liegt bei 210,00 Euro Jährlich. Schon witztig das ich seit knapp 1,5 Jahren daheim nicht einmal normales Fernsehn geschaut habe und trotzdem zahle. Das ist übrigens der Posten für den ich das geringste Verständnis habe, das würde allerdings in einer politischen Diskussion ausarten.
Schornsteinfeger
Der Schornsteinfeger muss regelmäßig verschiedene Arbeiten ausführen...da dies aber von der Art der Anlage die verbaut ist abhängt kann man nicht pauschal sagen wie viel das ist. Es gibt allerdings eine Tabelle mit verschiedenen "Arbeitswerten" und dazugehörig Arbeitswertkosten (in Niedersachsen derzeit 1,20 Euro).
Müll
Die Müllgebühren sind dann auch wieder davon abhängig was für eine Tonne Ihr habt und wie oft Ihr Sie abholen lasst.
Mittwoch, 11. Mai 2016
Die Förderung
Fördermittel abgreifen und Fördertöpfe auslecken
Fast die gesamte Innenstadt von Celle steht unter Denkmalschutz. Denkmalschutz bedeutet vor allem das der Denkmalschützer an denkmalgeschützten Teilen des Hauses bei allem zu befragen ist. Jetzt gibt es mehrere Arten von Denkmalschutz. Es gibt die sog. Einzeldenkmal und es gibt das Denkmalensembel. In Celle gibt es sowohl das eine als auch das andere. Wenn das jemanden wirklich interessiert dann hilft hier entweder Wikipedia oder ein Gespräch mit den Celler Denkmalpflegern. Zumindest ich habe die Mitarbeiter der Stadt als sehr hilfreich und konstruktiv kennen gelernt.
Klar geht nicht alles was man sich so wünscht. Aber die Stadt Celle ist einzigartig und das ist Sie nur weil es auch gewisse Restriktionen gibt. Ich hätte auch gerne eine Garage gehabt - aber das geht nunmal nicht. Andererseits wollte ich auch nicht in einer Innenstadt leben bei dem jedes EG aus 80er Jahren Blechgaragentoren besteht.
Jetzt aber zur Förderung:
a) Das Finanzamt
Wer an einem Denkmal saniert und darin selber wohnt (und nichts anderes behandle ich hier) kann 10 Jahre lang 9% der Sanierungskosten absetzten (vgl. EstG § 10f Steuerbegünstigung für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen ). Darüber hinaus kann man den Erhaltungsaufwand direkt absetzten - und zwar in voller Höhe!!!! ( EStG § 11b Sonderbehandlung von Erhaltungsaufwand bei Baudenkmalen ).
b) Die Stadt / das Land
Es gibt einen Fördertopf für die Innenstadtsanierung in Celle. Das funktioniert grundsätzlich so das man sich erst mal bei den Zuständigen der Stadt Celle (Abteilung Stadtentwicklung) meldet und da festgestellt wird ob sich das Haus im Sanierungsgebiet befindet oder nicht. Falls ja muss festgestellt werden was den alles zu sanieren ist. Das passiert in der sogenannten Modernisierungsvoruntersuchung welche aber Großteils von der Stadt bezahlt wird. Am besten man geht zu einem Architekten der das Prozedere kennt und die Untersuchung unter Zuhilfenahme von anderen Experten durchführt. Man sollte bei einem 200 m² mal so 8500,- Euro dafür rechnen, das ist aber von vielen Faktoren abhängig.
Will man das Haus einfach nur so wie es ist Instand setzten ist der nächste Schritt eine Kostenschätzung vom Architekten (oder von einem anderen Fachkundigen - auf jeden Fall muss die Schätzung nach DIN 276 sein). Folgende Unterlagen gibt man dann bei der Förderstelle ab:
- Förderantrag (muss keine bestimmte Form haben)
- Kostenschätzung
- Nachweis Wohngebäudeversicherung
- Modernisierungsvoruntersuchung
- Sanierungsantrag
Im Anschluss wird ein Sanierungsvertrag geschlossen. Wie der aussieht? Ich habe noch keine Ahnung...
Die Förderung kann bis zu 150.000 Euro betragen (bein Einzeldenkmal und Komplettsanierung), bei Häusern im Denkmalensemble 100.000 Euro und bei Teilsanierung max. 50.000 Euro bzw. max 30%.
c) Die KfW
Jetzt nicht unbedingt eine "richtige" Förderung sondern Kredite zu günstigen Konditionen. Es gäbe zwar auch die Möglichkeit aus einem Denkmal ein KfW Effizienzhaus zu machen (da gelten für Denkmal eigene, lockere Vorschriften) aber rein wirtschaftlich macht das, zumindest für uns, keinen Sinn. Da müßten wir dann bei der Isolierung mit Vakkumplatten, Aerogel oder sehr dicker Dämmung arbeiten. Energetisch am sinnvollsten ist ein Hartschaumwürfel. Wollen wir aber nicht drin wohnen.
Grundsätzlich gibt es bei den Einzelmaßnahmen folgende Erleichterungen:
Fachwerkwand: statt 0,25 dann 0,65 W/(m²*K)
Dach: statt 0,14 dann 0,40 W/(m²*K)
Fenster: statt 0,95 dann 1,4 W/(m²*K)
Das ist schon massiv. Mal als Beispiel: Statt den 80mm Dämmung die wir haben wollen wären dann 260mm erforderlich. Und so ziemlich jeder Dämmstoff der für ein Fachwerkhaus in frage kommt ist teuer. Rechnet mal mit 135,- bis 220,- Euro für die Innendämmung bei 80mm. Bei 260mm kommen dann schnell mal 500,- Zusammen. Das liegt unter anderem daran das entweder das Material sehr teuer ist oder die Arbeit zum einbringen. Aber zum Thema Dämmung dann nachher nochmal. Auf jeden Fall - bei 200 m² Aussenwandfläche wegen 80W Unterschied 60.000 Euro mehr auszugeben? Weniger Platz zu haben?
Fast die gesamte Innenstadt von Celle steht unter Denkmalschutz. Denkmalschutz bedeutet vor allem das der Denkmalschützer an denkmalgeschützten Teilen des Hauses bei allem zu befragen ist. Jetzt gibt es mehrere Arten von Denkmalschutz. Es gibt die sog. Einzeldenkmal und es gibt das Denkmalensembel. In Celle gibt es sowohl das eine als auch das andere. Wenn das jemanden wirklich interessiert dann hilft hier entweder Wikipedia oder ein Gespräch mit den Celler Denkmalpflegern. Zumindest ich habe die Mitarbeiter der Stadt als sehr hilfreich und konstruktiv kennen gelernt.
Klar geht nicht alles was man sich so wünscht. Aber die Stadt Celle ist einzigartig und das ist Sie nur weil es auch gewisse Restriktionen gibt. Ich hätte auch gerne eine Garage gehabt - aber das geht nunmal nicht. Andererseits wollte ich auch nicht in einer Innenstadt leben bei dem jedes EG aus 80er Jahren Blechgaragentoren besteht.
Jetzt aber zur Förderung:
a) Das Finanzamt
Wer an einem Denkmal saniert und darin selber wohnt (und nichts anderes behandle ich hier) kann 10 Jahre lang 9% der Sanierungskosten absetzten (vgl. EstG § 10f Steuerbegünstigung für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen ). Darüber hinaus kann man den Erhaltungsaufwand direkt absetzten - und zwar in voller Höhe!!!! ( EStG § 11b Sonderbehandlung von Erhaltungsaufwand bei Baudenkmalen ).
b) Die Stadt / das Land
Es gibt einen Fördertopf für die Innenstadtsanierung in Celle. Das funktioniert grundsätzlich so das man sich erst mal bei den Zuständigen der Stadt Celle (Abteilung Stadtentwicklung) meldet und da festgestellt wird ob sich das Haus im Sanierungsgebiet befindet oder nicht. Falls ja muss festgestellt werden was den alles zu sanieren ist. Das passiert in der sogenannten Modernisierungsvoruntersuchung welche aber Großteils von der Stadt bezahlt wird. Am besten man geht zu einem Architekten der das Prozedere kennt und die Untersuchung unter Zuhilfenahme von anderen Experten durchführt. Man sollte bei einem 200 m² mal so 8500,- Euro dafür rechnen, das ist aber von vielen Faktoren abhängig.
Will man das Haus einfach nur so wie es ist Instand setzten ist der nächste Schritt eine Kostenschätzung vom Architekten (oder von einem anderen Fachkundigen - auf jeden Fall muss die Schätzung nach DIN 276 sein). Folgende Unterlagen gibt man dann bei der Förderstelle ab:
- Förderantrag (muss keine bestimmte Form haben)
- Kostenschätzung
- Nachweis Wohngebäudeversicherung
- Modernisierungsvoruntersuchung
- Sanierungsantrag
Im Anschluss wird ein Sanierungsvertrag geschlossen. Wie der aussieht? Ich habe noch keine Ahnung...
Die Förderung kann bis zu 150.000 Euro betragen (bein Einzeldenkmal und Komplettsanierung), bei Häusern im Denkmalensemble 100.000 Euro und bei Teilsanierung max. 50.000 Euro bzw. max 30%.
c) Die KfW
Jetzt nicht unbedingt eine "richtige" Förderung sondern Kredite zu günstigen Konditionen. Es gäbe zwar auch die Möglichkeit aus einem Denkmal ein KfW Effizienzhaus zu machen (da gelten für Denkmal eigene, lockere Vorschriften) aber rein wirtschaftlich macht das, zumindest für uns, keinen Sinn. Da müßten wir dann bei der Isolierung mit Vakkumplatten, Aerogel oder sehr dicker Dämmung arbeiten. Energetisch am sinnvollsten ist ein Hartschaumwürfel. Wollen wir aber nicht drin wohnen.
Grundsätzlich gibt es bei den Einzelmaßnahmen folgende Erleichterungen:
Fachwerkwand: statt 0,25 dann 0,65 W/(m²*K)
Dach: statt 0,14 dann 0,40 W/(m²*K)
Fenster: statt 0,95 dann 1,4 W/(m²*K)
Das ist schon massiv. Mal als Beispiel: Statt den 80mm Dämmung die wir haben wollen wären dann 260mm erforderlich. Und so ziemlich jeder Dämmstoff der für ein Fachwerkhaus in frage kommt ist teuer. Rechnet mal mit 135,- bis 220,- Euro für die Innendämmung bei 80mm. Bei 260mm kommen dann schnell mal 500,- Zusammen. Das liegt unter anderem daran das entweder das Material sehr teuer ist oder die Arbeit zum einbringen. Aber zum Thema Dämmung dann nachher nochmal. Auf jeden Fall - bei 200 m² Aussenwandfläche wegen 80W Unterschied 60.000 Euro mehr auszugeben? Weniger Platz zu haben?
Samstag, 19. März 2016
Bauwerksabdichtung
Ich habe jetzt mal etwas Geld investiert und mich von Firma Remmers beraten lassen (100 Euro für eine Vor-Ort-Beratung). Es ist nun mal leider so das viele Häuser von unten Wasser ziehen. An sich könnte ja man denken das ist nicht schlimm. ABER...ja, aber, mit dem Wasser kommen Salze. Das Problem ist nun das feste Salze ein wesentlich größeres Volumen haben als gelößte Salze. Sprich im Schnitt das 5-fache. Was passiert wenn sich irgendetwas in einem zu kleinen Raum ausdehn kann man sehen wenn man mal eine Bierflasche im Tiefkühlfach vergisst. Es macht Peng. Und genau das gleich passiert mit Mauerwerk, nur das es eben nicht Peng macht sondern das Mauerwerk zerbröselt. Es gilt also zu verhindern das Feuchtigkeit aufsteigt - und wo das schon passiert ist den Schaden zu verhindern oder zu mildern.
Die Gute Nachricht ist das viele alte Fundamente mit Feldsteinen gebaut sind. Feldsteine ziehen kein Wasser (lediglich der Mörtel dazwischen).
Lange Rede kurzer Sinn, man muss das Fundament mal prüfen lassen. Wichtig ist immer das keine Feuchtigkeit ins Holz gelangt.
Die blauen Pfeile sind hier aufsteigende Feuchtigkeit.Wichtig ist immer das keine Feuchtigkeit ins Holz gelangt (ja, der Satz hat es verdient 2x geschrieben zu werden). Wenn es nicht gerade Rubinienholz ist fängt das an mit "gammeln" (im Detail kommt es auf die Widerstandsklasse des Holzes an, aber feuchtes Holz ist immer schelcht).
Es gilt nun verschiedene Möglichkeiten der Abdichtung. Hier mal im kurzen:
a) Dichtschlämmen: Kann man sich wie einen Putz vorstellen der wasserdicht ist. Sprich nimmt kein Wasser auf und leitet es nicht weiter.
b) Bitumen: Gibt es als Bahnen oder auch zum Streichen. Kennt man auch unter dem Namen Dachpappe.
c) Verkieselung: Dabei bohrt man Löcher ins Mauerwerk, füllt eine Flüssigkeit ein welche das Mauerwerk "wasserdicht" macht. Anschließend verschließt man die Löcher wieder. Hier sei auch mal die Firma Remmers genannt. Ist der Hersteller von Kiesol, machen auch eine Beratung vor Ort. Kostet 100 Euro, aber dann hat wenigstens mal ein Fachmann drauf geschaut.
d) Sanierputz: Ist ein Putz welchem das Salz nichts ausmacht. Das Mauerwerk ist zwar immer noch feucht, der Putz bleibt aber drauf. Kann in Kellern Sinn machen.
Die Gute Nachricht ist das viele alte Fundamente mit Feldsteinen gebaut sind. Feldsteine ziehen kein Wasser (lediglich der Mörtel dazwischen).
Lange Rede kurzer Sinn, man muss das Fundament mal prüfen lassen. Wichtig ist immer das keine Feuchtigkeit ins Holz gelangt.
Die blauen Pfeile sind hier aufsteigende Feuchtigkeit.Wichtig ist immer das keine Feuchtigkeit ins Holz gelangt (ja, der Satz hat es verdient 2x geschrieben zu werden). Wenn es nicht gerade Rubinienholz ist fängt das an mit "gammeln" (im Detail kommt es auf die Widerstandsklasse des Holzes an, aber feuchtes Holz ist immer schelcht).
Es gilt nun verschiedene Möglichkeiten der Abdichtung. Hier mal im kurzen:
a) Dichtschlämmen: Kann man sich wie einen Putz vorstellen der wasserdicht ist. Sprich nimmt kein Wasser auf und leitet es nicht weiter.
b) Bitumen: Gibt es als Bahnen oder auch zum Streichen. Kennt man auch unter dem Namen Dachpappe.
c) Verkieselung: Dabei bohrt man Löcher ins Mauerwerk, füllt eine Flüssigkeit ein welche das Mauerwerk "wasserdicht" macht. Anschließend verschließt man die Löcher wieder. Hier sei auch mal die Firma Remmers genannt. Ist der Hersteller von Kiesol, machen auch eine Beratung vor Ort. Kostet 100 Euro, aber dann hat wenigstens mal ein Fachmann drauf geschaut.
d) Sanierputz: Ist ein Putz welchem das Salz nichts ausmacht. Das Mauerwerk ist zwar immer noch feucht, der Putz bleibt aber drauf. Kann in Kellern Sinn machen.
Sonntag, 28. Februar 2016
Ein Fachwerkhaus finden
Zuallerst mal - es gibt schon das ein oder andere Haus. Nicht immer in der gewünschten Mikrolage, nicht immer mit allen Aussstattungsmerkmalen und schon garnicht zum gewünschten Preis. Hier heißt es: Abwägen.
Viele Häuser haben auch den ein oder anderen konstruktionsbedingten Haken. Hier nur mal ein paar Beispiele. Es kann sein das es Stockwerke mit eine Höhe von unter 1,8m gibt. Diese sind, zumindest für uns nicht wirklich nutzbar. Klar, 1600 war das egal. Es hat zum lagern von Ware gereicht und zum Schlafen auch noch. Bei einer Durchschnittlichen Körpergröße von 1,68 bei Männern war das eben auch genug.
Toiletten in der Wohnung sind auch eher eine Erfindung der Neuzeit. Aber es sind garnichtmal die "Guten, alten Zeiten" die hier das Problem bilden. Problematischer sind die 1945 - 1970er. Da hat die elektische Anlage dann schon mal nur 2 Adern (statt wie heute 3), die Wasserleitungen sind aus Blei, es sind Fachwerkwände einfach Wasserdicht verkleidet worden (und dadurch das Holz verrottet), etc.
Aber jetzt - wie kommt man überhaupt an ein Fachwerkhaus?
Oftmans ist es bekannt das ein bestimmtes Haus verkauft wird. Dazu reicht es wenn man durch die Innenstadt läuft und sich ein bisschen umschaut. Wenn ein Geschäft leer steht und die Fenster darüber auch keinen besonders bewohnten Eindruck machen kann der Besitzter schon mal an verkauf interessiert sein. Natürlich stehen auf den bekannten Portalen auch einige Immobilien drin (als Empfehlung die Metasuchmaschinen Immobilio und Nestoria). Welche Häuser das sind findet mal schnell raus - die Innenstadt hat eine begrenzte Größe. Was wenn man weiß welches Haus das ist (Straße/Hausnummer) und mit dem Besitzter Kontakt aufnehmen möchte? Die Stadt hilft einem da leider nicht weiter (in anderen Städten wird wenn ein Interessent nachfragt der Besitzter angeschrieben ob er der Herausgabe seiner Kontaktdaten zustimmt). Aber meistens wissen entweder die Nachbarn oder auch Bewohner bescheid - und meistens geben die einem auch die Kontaktdaten wenn man freundlich fragt.
Natürlich - es gibt in Celle einige Makler. Allerdings muss ich zugeben das ich nicht willens bin mehrere Tausend Euro dafür zu zahlen das ich grob gesagt auf einer Internatplattform eine Anzeige lese und dann mit jemand anderes ein Geschäft mache. Ein paar hundert Euro würde ich dafür angemessen empfinden. Da das bei 200.000 Euro aber mal stolze 10.000 Euro sein können ist mein Einsehen da, sagen wir mal, minder ausgeprägt. Aber das bleibt jedem selber überlassen. Bei einigen Objekten schreiben die Makler das Objekt auch nicht aus sondern vermitteln das sozusagen "unterm Ladentisch".
Wir auf jeden Fall haben unser Haus ohne Makler gefunden, das lag aber auch an dem Kalkül des Besitzters das je günstiger das Haus ist desto eher bekommt er es verkauft. Das Kalkül ist aufgegangen.
Viele Häuser haben auch den ein oder anderen konstruktionsbedingten Haken. Hier nur mal ein paar Beispiele. Es kann sein das es Stockwerke mit eine Höhe von unter 1,8m gibt. Diese sind, zumindest für uns nicht wirklich nutzbar. Klar, 1600 war das egal. Es hat zum lagern von Ware gereicht und zum Schlafen auch noch. Bei einer Durchschnittlichen Körpergröße von 1,68 bei Männern war das eben auch genug.
Toiletten in der Wohnung sind auch eher eine Erfindung der Neuzeit. Aber es sind garnichtmal die "Guten, alten Zeiten" die hier das Problem bilden. Problematischer sind die 1945 - 1970er. Da hat die elektische Anlage dann schon mal nur 2 Adern (statt wie heute 3), die Wasserleitungen sind aus Blei, es sind Fachwerkwände einfach Wasserdicht verkleidet worden (und dadurch das Holz verrottet), etc.
Aber jetzt - wie kommt man überhaupt an ein Fachwerkhaus?
Oftmans ist es bekannt das ein bestimmtes Haus verkauft wird. Dazu reicht es wenn man durch die Innenstadt läuft und sich ein bisschen umschaut. Wenn ein Geschäft leer steht und die Fenster darüber auch keinen besonders bewohnten Eindruck machen kann der Besitzter schon mal an verkauf interessiert sein. Natürlich stehen auf den bekannten Portalen auch einige Immobilien drin (als Empfehlung die Metasuchmaschinen Immobilio und Nestoria). Welche Häuser das sind findet mal schnell raus - die Innenstadt hat eine begrenzte Größe. Was wenn man weiß welches Haus das ist (Straße/Hausnummer) und mit dem Besitzter Kontakt aufnehmen möchte? Die Stadt hilft einem da leider nicht weiter (in anderen Städten wird wenn ein Interessent nachfragt der Besitzter angeschrieben ob er der Herausgabe seiner Kontaktdaten zustimmt). Aber meistens wissen entweder die Nachbarn oder auch Bewohner bescheid - und meistens geben die einem auch die Kontaktdaten wenn man freundlich fragt.
Natürlich - es gibt in Celle einige Makler. Allerdings muss ich zugeben das ich nicht willens bin mehrere Tausend Euro dafür zu zahlen das ich grob gesagt auf einer Internatplattform eine Anzeige lese und dann mit jemand anderes ein Geschäft mache. Ein paar hundert Euro würde ich dafür angemessen empfinden. Da das bei 200.000 Euro aber mal stolze 10.000 Euro sein können ist mein Einsehen da, sagen wir mal, minder ausgeprägt. Aber das bleibt jedem selber überlassen. Bei einigen Objekten schreiben die Makler das Objekt auch nicht aus sondern vermitteln das sozusagen "unterm Ladentisch".
Wir auf jeden Fall haben unser Haus ohne Makler gefunden, das lag aber auch an dem Kalkül des Besitzters das je günstiger das Haus ist desto eher bekommt er es verkauft. Das Kalkül ist aufgegangen.
Ein Fachwerkhaus in Celle
Ein Haus in Celle
Wir sind nun auch schon seit 6 Jahren in der Gegend - und haben befunden das es Zeit ist sesshaft zu werden. Aus diesem Grund haben wir nach Häusern ausschau gehalten.
Wie sind wir den auf Celle gekommen? Dazu gibt es mehrere Überlegungen. Die wichtigste ist wohl das Celle eine recht gute Kombination von Umfeld (Infrastruktur, Freizeitangebote, etc) und Preis bietet. Dazu ist Celle nur knapp 25-30 Minuten mit dem Zug/S-Bahn von Hannover entfernt und gehört im Sinne der öffentlichen Verkehrsmittel noch zum Verbund der Landeshauptstadt (die S-Bahnen fahren bis Celle Hbf).
Klar gibt es im Umland extrem günstiges Bauland - im Vergleich zum Süden wo wir lange gelebt haben sind das Schnäppchenpreise. Allerdings ist eine Immobilie in gewisser Weise auch eine Wertanlage. Und dieser Aspekt ist in der Südheide ziemlich problematisch. Ein hiesiger Bekannter sagte mir mal: "Dreh in der Heide den Schlüssel vom Haus rum und du hast den gleichen Effekt wie wenn du mit einem Neuwagen vom Hof fährst". Das ist natürlich eine neue Erkenntnis wenn man es gewohnt ist das die Preise von Immobilien immer weiter steigen.
Ich hoffe allerdings das ein Haus in einer Innenstadtlage sich da ein bisschen Wertstabiler verhält. Klar, in Zeiten des Immobilienbooms schaut es verhältnismäßig gut aus, das kann sich aber auch wieder ändern.
Jetzt noch die Frage: Warum ein Fachwerkhaus?
Die Antwort ist ganz einfach - ich finde es eben schön. Bei Diskussionen mit Freunden und Kollegen kann das historische Fachwerkhaus nicht mit einem nagelneuen Passivhaus mithalten was Energie angeht. Es kann auch nicht mit dem geringen Aufwand mit halten den eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus hat aufwarten. Was die Sanierungs- oder Instandhaltungskosten angeht...nein, auch da ist es unterlegen. Aber wem das wichtiger ist als den Reiz welchen die tranditionelle Bauweise hat der wird sich eben eine andere Immobilie zulegen - so einfach ist das.
Wir allerdings - wir wollen eben ein Fachwerkhaus. Und ja, ich bin mir bewußt das ich zu irgend einem Zeitpunkt da stehen werde und seufzen werden: Ich habe es ja so gewollt!
Wir hoffen wuch mit dem Blog etwas zu unterhalten und wer weiß...vielleicht beschließt der ein oder andere unser Abenteuer nachzumachen!
Also dann mal: Viel Spaß beim Lesen
Käptain & Mone
Wir sind nun auch schon seit 6 Jahren in der Gegend - und haben befunden das es Zeit ist sesshaft zu werden. Aus diesem Grund haben wir nach Häusern ausschau gehalten.
Wie sind wir den auf Celle gekommen? Dazu gibt es mehrere Überlegungen. Die wichtigste ist wohl das Celle eine recht gute Kombination von Umfeld (Infrastruktur, Freizeitangebote, etc) und Preis bietet. Dazu ist Celle nur knapp 25-30 Minuten mit dem Zug/S-Bahn von Hannover entfernt und gehört im Sinne der öffentlichen Verkehrsmittel noch zum Verbund der Landeshauptstadt (die S-Bahnen fahren bis Celle Hbf).
Klar gibt es im Umland extrem günstiges Bauland - im Vergleich zum Süden wo wir lange gelebt haben sind das Schnäppchenpreise. Allerdings ist eine Immobilie in gewisser Weise auch eine Wertanlage. Und dieser Aspekt ist in der Südheide ziemlich problematisch. Ein hiesiger Bekannter sagte mir mal: "Dreh in der Heide den Schlüssel vom Haus rum und du hast den gleichen Effekt wie wenn du mit einem Neuwagen vom Hof fährst". Das ist natürlich eine neue Erkenntnis wenn man es gewohnt ist das die Preise von Immobilien immer weiter steigen.
Ich hoffe allerdings das ein Haus in einer Innenstadtlage sich da ein bisschen Wertstabiler verhält. Klar, in Zeiten des Immobilienbooms schaut es verhältnismäßig gut aus, das kann sich aber auch wieder ändern.
Jetzt noch die Frage: Warum ein Fachwerkhaus?
Die Antwort ist ganz einfach - ich finde es eben schön. Bei Diskussionen mit Freunden und Kollegen kann das historische Fachwerkhaus nicht mit einem nagelneuen Passivhaus mithalten was Energie angeht. Es kann auch nicht mit dem geringen Aufwand mit halten den eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus hat aufwarten. Was die Sanierungs- oder Instandhaltungskosten angeht...nein, auch da ist es unterlegen. Aber wem das wichtiger ist als den Reiz welchen die tranditionelle Bauweise hat der wird sich eben eine andere Immobilie zulegen - so einfach ist das.
Wir allerdings - wir wollen eben ein Fachwerkhaus. Und ja, ich bin mir bewußt das ich zu irgend einem Zeitpunkt da stehen werde und seufzen werden: Ich habe es ja so gewollt!
Wir hoffen wuch mit dem Blog etwas zu unterhalten und wer weiß...vielleicht beschließt der ein oder andere unser Abenteuer nachzumachen!
Also dann mal: Viel Spaß beim Lesen
Käptain & Mone
Abonnieren
Posts (Atom)
